WEHR51: VIRTUAL BRAIN.

Freihandelszone wehr51

VIRTUAL BRAIN, die neue Produktion von WEHR51, beschäftigt sich mit der Überwindung des Todes durch künstliche Intelligenz und neue Formen des Lebens. Die Performance der Schauspieler*innen wird ergänzt durch raumgreifende Videoinstallationen, kombiniert mit vielstimmigem Surround-Klang. So führt das Stück das Publikum in ein Szenario einer Zukunftsvision.

Wir stehen am Scheideweg zu einer neuen Evolutionsstufe – diese verspricht, den Traum von der Überwindung des Todes und von Unsterblichkeit endlich wahr zu machen. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Technologien wie intelligente Prothesen und Brain-Computer-Interfaces bereiten dafür den Weg. Wie aber wird dieser Weg aussehen? Ist es ein posthumaner Zustand einer virtuellen Welt in konservierten Hirnen oder eine Mensch-Maschinen-Symbiose, wie es James Lovelock in „Novozän“ beschreibt?

Intelligente Prothesen und Hirn-Computer-Schnittstellen versprechen neue Formen menschlichen Lebens, u.a. vertreten durch den Transhumanismus. Was aber verspricht sich der Mensch von dieser Selbstoptimierung, wo liegt die Grenze zur Manipulation und was ist das Eigene am „Ich“? Wann ist der Mensch Mensch? Haben wir früher die Unsterblichkeit mit dem ewigen Leben gleichgesetzt, so scheint sie heute einem Ersatzteillager physischer und informationsverarbeitender Komponenten gleichzukommen. Nicht-Funktionierendes wird ersetzt. Doch was entsteht dadurch?

Angesichts der neuen Verletzbarkeit des Menschen hat das Thema eine herausragende Bedeutung. Die Autorin Charlotte Luise Fechner und der Autor Götz Leineweber haben die Optimierung des Körpers und die abstrakt-geistige Hirn-Computer-Welt einander gegenübergestellt und daraus den Text für VIRTUAL BRAIN entwickelt. Raumfüllende Visualisierungen an der Schnittstelle „virtuell-abstrakter“ und „realer“ Welt und die emotionale Führung durch sensible Klangräume und Surround-Mixing von Sibin Vassilev kreieren neue Räume.

Gefördert durch: Kunststiftung NRW, Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen des Sonderprogramms AUTONOM, Kulturamt der Stadt Köln, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste.

Premiere: Do, 30. September 2021

So, 21. November18:00 Uhr Erwachsene
, Performance

Weitere Termine

Do | 17. Feb 2022 | 20:00
Fr | 18. Feb 2022 | 20:00
Sa | 19. Feb 2022 | 20:00
So | 20. Feb 2022 | 18:00

Ort

Freihandelszone
Krefelder Straße 71
50670 Köln
Details

Besetzung

Asta Nechajute
Miriam Meissner
Anna Möbus
Marc Fischer
Torsten-Peter Schnick
Thomas Krutmann

Stab

Texte:
Charlotte Luise Fechner
Götz Leineweber
Regie:
Andrea Bleikamp
Dramaturgie:
Rosi Ulrich
Bühne:
Claus Stump
Kostüm:
Paula Noller
Musik/Sound:
Sibin Vassilev
Video:
Jens Standke
Lichtdesign:
Jan Wiesbrock
Technik:
Jan Kutscher
Regie-Assistenz:
Gina Bensch
PR & Öffentlichkeitsarbeit:
neurohr & andrä
Produziert von WEHR51, in Kooperation mit Freihandelszone - Ensemblenetzwerk köln, Orangerie Theater, Köln

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