FUTUR3: 1934 – Stimmen - Wiederaufnahme

Freihandelszone Futur3

Futur3 blickt zurück und stellt sich der Frage, wer die Menschen waren, die die historische Nazi-Bewegung unter Einsatz sämtlicher Mittel systematisch vorangetrieben haben. Befragt wird damit auch unsere Gegenwart: Welche Lebenswege führen in die Radikalisierung? Und wie entstehen aus einem individuellen Unbehagen in der Gesellschaft neue politische Mehrheiten, die ein demokratisches System zu stürzen in der Lage sind?

1934 – Stimmen basiert auf einer Aufsatzsammlung des US-Soziologen Theodore Abel (1896-1988). Anfang der 1930er Jahre interessiert sich Abel für den politischen Aufstieg der NSDAP – was bewegt die Deutschen, die mit der Partei sympathisieren? Die Daten für seine Studie will Abel über ein Preisausschreiben erheben. Im Juni 1934 lobt er mit offizieller Unterstützung durch das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda einen Schreibwettbewerb aus. Gesucht wird die beste Lebensgeschichte eines NSDAP-Mitglieds der ersten Stunde. Rund 700 autobiografische Aufsätze gingen bei Abel ein, ihre Länge variiert zwischen einer handschriftlichen Notiz und 80 Schreibmaschinenseiten. Im Mittelpunkt stets die Frage: „Warum ich Nazi wurde“. Futur3 unterzieht die Lebensläufe einer theatralen Re-Lektüre und collagiert die persönlichen Bekenntnisse zu einer vielstimmigen Tour durch deutsches Denken und Fühlen. In den Kellergewölben des NS-Dok absolvieren die Zuschauer*innen einen Parcours wechselnd zwischen Live-Performance und multimedialer Installation.

Dank an das NS-Dokumentationszentrum sowie an den Berlin Story Verlag und Wieland Giebel

Die Veranstaltung ist nicht barrierefrei.

NS-Dokumentationszentrum, Appellhofplatz 23-25, 50667 Köln

So, 07. November18:00 Uhr Erwachsene
, Performance

Weitere Termine

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Ort

Freihandelszone
Krefelder Straße 71
50670 Köln
Details

Besetzung

Frank Casali
Anja Jazeschann
Stefan H. Kraft
Luzia Schelling
Regina Welz (Spiel)

Stab

Regie:
André Erlen
Auswahl & Bearbeitung der Abel-Papers:
Charlotte Luise Fechner
Sandra Nuy
Chor-Text:
Charlotte Luise Fechner
Komposition & Musik:
Jörg Ritzenhoff
Musik & Gesang:
Mariana Sadovska
Kostümbild:
Petra Maria Wirth
Video, Malerei & Raum:
Kane Kampmann
Licht:
Boris Kahnert
Regieassistenz:
Samira Clausius
Assistenz:
Nastassja Pielartzik
Produktionsmanagement:
Theresa Heußen
Öffentlichkeitsarbeit:
neurohr & andrä

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