Shakespeare's >>Was ihr wollt

Kolbhalle Köln-Ehrenfeld Shakespeare Company Coelln

Shakespeare Company Coelln

William Shakespeare


WAS IHR WOLLT
Twelfth Night


Bei einem Schiffbruch werden die Zwillinge Viola & Sebastian getrennt an die Küste der ihnen unbekannten Insel Illyrien gespült.
Viola gibt sich in den Kleidern ihres Bruders als Mann aus, denn sie weiß "als Mann hat man es leichter in der Welt".
In der Rolle des Pagen Cesario verliebt sie sich unsterblich in ihren Chef Orsino, der jedoch nichts von ihr bzw. ihm wissen will. Ganz im Gegensatz zu seiner Angebeteten Olivia, die ihre Zuneigung zum vermeintlichen jungen Mann Cesario hemmungslos auslebt.


Shakespeare spielt in seiner Verwechslungskomödie "Was ihr wollt" mit der Ambivalenz der Geschlechter – mit anarchischer Lust wirbelt er Gender-Stereotype durcheinander. Skurrile Figuren am Hofe Olivias machen das Wirrwarr komplett.


Die am 23. April 2014 – dem 450. Geburtstag des Dichters – ins Leben gerufene Shakespeare Company Coelln (SCC) zeigt das Stück in einer, der Tradition des Elisabethanischen Theaters folgenden "all men" Inszenierung ihres Gründers & Regisseurs Hans-Peter Speicher.


Mit der Doppelpremiere am 5. & 6. September in der Kolbhalle Köln sowie am 12. & 13. September im ITF Frankfurt startet das Ensemble die Theatersaison 2020/21.

Premiere: Sa, 05. September 2020

So, 06. September20:00 Uhr Erwachsene
, Figurentheater

Weitere Termine

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Ort

Kolbhalle Köln-Ehrenfeld
Helmholtzstraße 8-32
50825 Köln

Besetzung

Orsino: Stefan Heidelberg
Olivia: Christian Zell
Malvolio: Marco Sprinz
Sir Toby: Julian Kartmann
Sir Andrew: Noah Khelifi
Narr: Renate Fuhrmann
Maria: Emmanuel Clark Egesa
Zerlina & Curio: Ivan Ddamurlina
Pater: Reinhard Ermen
Viola/Cesario: Finn Bank
Sebastian: Lev Leib
Antonio & Seemann: Berkay Cetin

Stab

Regie: Hans-Peter Speicher

Bilder

Weitere Angaben

Ein Meisterwek der Komödie

Der Inhalt ist fast nicht zu erzählen - das muss man gesehen haben; warum nicht mit der am 23. April 2014 – dem 450. Geburtstag des Dichters ins Leben gerufenen Shakespeare Company Coelln ?! Feramuz Sancar sprach mit Hans-Peter Speicher, dem Regisseur und spiritus rector der Truppe, die "Was ihr wollt" in seiner "all men" Inszenierung zeigt.

Feramuz Sancar: Zuallererst, was fasziniert dich so an dem Stück?

Hans-Peter Speicher: Shakespeare spielt in dieser Verwechslungskomödie mit der Ambivalenz der Geschlechter – mit anarchischer Lust wirbelt er Gender-Stereotype durcheinander. Skurrile Figuren am Hofe Olivias machen das Wirrwarr komplett.

FS: Und wie packt man diese quirlige Angelegenheit?

HPS: Für mich steht der Werkstattcharakter der Company im Mittelpunkt. So werden den Darstellern nicht nur die Gestaltung der Rollen, sondern auch Musik, Tanz sowie Improvisationen abverlangt. Für mich ist Shakespeare ein Zeitgenosse, der bei jeder Aufführung irgendwie zugegen ist. Alles, was museal erscheinen könnte, muss draußen bleiben.

FS: Das klingt gnadenlos modern.

HPS: Ja und nein! Aber letztlich geht es mir darum, dem Dichtergenie aus Stratfort zu dienen, indem ich die Zeitlosigkeit seiner Stücke in Szene setze; und diese Komödie - das darf man ruhig sagen - ist ein geniales Meisterwerk.




FS: Und wer sind die Darsteller?

HPS: Für "Was ihr wollt" konnte ich ein Ensemble zusammenstellen, das inhomogener nicht sein kann: neben Größen der Kölner Theaterszene stehen Eleven & Absolventen verschiedener Schauspielschulen auf der Bühne. Aktualität erhält das Stück zudem durch Geflüchtete & Migranten, die – wie die Hauptfigur Viola – in einem fremden Land gestrandet sind und um einen Platz in der Gesellschaft kämpfen müssen.

FS: Mit manchen schönen Konventionen stehst Du auf Kriegsfuß - zum Beispiel dem Bühnenvorhang!?

HPS: Ja da sehe ich "rot". Ich lassen hingegen Bühne und Publikum auf einer Simultanszene verschmelzen, es sollen keine Illusionen aufkommen; die Ebene des Theaters muss immer sichtbar sein. Um das zu erreichen, steigen die Darsteller gelegentlich aus ihrer Rolle, um für einen Augenblick zu realen Personen zu werden. Das Ganze spielt immer mal wieder 'frei nach', ist aber - wie ich glaube- letztlich doch so nah an William Shakespeare.

FS: Und was darf ich mir unter einer "all men" Version vorstellen?

HPS: Die Inszenierung steht in der Tradition des Elisabethanischen Theaters, in dem nur Männer auf der Bühne standen; das wiederum ist dazu geeignet, die Gender Typologie des Originals nochmals gehörig anzuspitzen. Übrigens mit einer Ausnahme: der Narr. Er steht als Beobachter außerhalb des Geschehens. Lasst Euch überraschen!

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