ÖFFNUNG DER THEATER IN NRW AB 30.05.2020 MÖGLICH

Liebes Publikum,

wir verweisen auf die aktuellen Beschlüsse von Bund, Land und Stadt Köln, nach denen die Corona-Schutzmaßnahmen-Lockerung eine Öffnung von Theatern und Opernhäusern ab dem 30. Mai 2020 ermöglicht. Damit fallen weiterhin alle öffentlichen Veranstaltungen der Kölner Theater bis zu diesem Termin aus.

In der bis dahin verbleibenden Zeit stehen große Aufgaben vor den großen und kleinen Häusern sowie den freien Gruppen unserer Theater-Stadt. Zahlreiche Auflagen müssen umgesetzt werden, individuell werden viele Entscheidungen nötig sein. Global gültige Infos wird es von unserer Seite kaum geben können. Wir bitten Sie, sich individuell zu informieren!

Wir empfehlen zur Überbrückung die zahlreichen Streams, Videos on Demand und die Kultur-Unterstützungsangebote - es ist großartig, was dort spontan, kreativ und künstlerisch geleistet wird!

Kultur lebt in Köln.

Solidarischen Zusammenhalt und Verständnis füreinander halten wir für besonders wichtig! ZIEH DICH RAUS! FLATTEN THE CURVE! (Anm. d. Redaktion)

Vielen Dank!

TanzTheater Bibiana Jiminez

Theater der Keller Theater der Keller

"Meine Auffassung von Kunst ist, dass sie ein Gleichnis des Lebens bildet, dass allen Künsten gemeinsam die Ordnung ist." Marta Hegemann

In den 1920er Jahren nahm die „Neue Frau“ kämpferisch und selbstbestimmt ihr Leben in die Hand. Sie verkörperte nicht nur den Unabhängigkeitsgedanken der Frauenbewegung, sondern galt als Idealbild einer ganzen Generation von Frauen. Die 1920er waren auch die Zeit der avantgardistischen Künstlergruppe „Kölner Progressive“. Dabei war eine der zentralen weiblichen Figuren die Künstlerin Marta Hegemann (1894-1970): Frauenfiguren und Tänzerinnen waren ihr Lieblingssujet. Sie schuf mit ihren Bildern eine wohltuende Gegenwelt, die anachronistischen Genderstereotypen trotzte. Mit Einzug der Nationalsozialismus war Hegemanns Malerinnen-Karriere beendet. Ihre Kunst wurde als „entartet“ bezeichnet und aus den Museen verbannt.

„Das eXXperiment – Skizzen einer neuen Gemeinschaft“; ist ein Experiment zum Thema Weiblichkeit: Zwei Tänzerinnen lassen sich von Hegemanns Leben inspirieren und entwerfen neue Modelle des Frauseins. Dabei bilden politische und persönliche Entwicklungen die Grundlage ihrer künstlerischen Schaffenskraft. Ein Versuch von Gemeinschaft und Solidarität in einer Zeit, in der Hass geschürt wird, gesellschaftliche Gruppen gegeneinander aufgebracht werden und Künstlerinnen wegen ihrer Überzeugungen im Exil leben.

Eine Produktion von: XX-TanzTheater in Kooperation mit Theater der Keller Köln

XX-TanzTheater verbindet unter der Leitung von Bibiana Jiménez interdisziplinär und experimentell Frauenbiografien, heutige gesellschaftspolitische Entwicklungen und historische Fakten. Die Choreographien erfassen das Emotionale einer Situation, die Gefühle einer Figur in der Bewegung. Letztes Projekt war „Bubbles – jenseits der Meinung“ in Kooperation mit dem Wallraf-Richartz-Museum/ Fundation Corboud und dem Mapuka Museum Universidad del Norte, Kolumbien. Mit ihren Choreographien "XX" Fortuna (Teil 1 der XX-Trilogie, Tanztheater auf den Spuren der weiblichen Seite Kölns (2016-18) in 2016 und mit „I am Farkhunda“ in 2017, wurde sie für den Kölner Tanztheaterpreis nominiert.

Gefördert durch: Kunststiftung NRW

Premiere: Sa, 30. Mai 2020

Sa, 30. Mai20:00 Uhr Erwachsene
, Tanz

Weitere Termine

Fr | 19. Jun 2020 | 20:00
Sa | 20. Jun 2020 | 20:00

Ort

Theater der Keller
Siegburgerstraße 233w
50679 Köln
Details

Besetzung

Daniela Riebesam, Florencia Martina

Stab

Konzept / Choreographie / Ausstattung: Bibiana Jimenez
Stimme: Valeria Risi
Dramaturgie: Barbara Kastner
Assistenz: Valeria Risi

Tickets