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Die Fledermaus

Oper/ \Köln Oper Köln

Das digitale Programmheft, das Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit der Abteilung Theater und Schule erstellt haben, können Sie hier ansehen.

Der Notar Dr. Falke hat mit seinem Freund Gabriel von Eisenstein eine private Rechnung offen und sinnt auf Rache. Eine exklusive Party im Hause des dubiosen russischen Prinzen Orlofsky kommt ihm als Schauplatz für die von ihm geplante Demontage Eisensteins gerade recht. Auf dieser delikaten Feier mit Sekt und Kaviar gibt sich keiner als das zu erkennen, was er wirklich ist - der Rausch regiert. Ein irrwitziges Spiel der erfundenen Identitäten, der falschen Freundschaften und des erotischen "Bäumlein-wechsle-dich" nimmt seinen Lauf. Das Erwachen bringt Katerstimmung: Am Ende findet sich die ganze Feiergesellschaft im Gefängnis wieder; und damit alles so bleibt, wie es ist, einigt man sich darauf, dass niemand schuld war, nur der Champagner.Doppelmoral, saturierte Langeweile und fadenscheinige menschliche Beziehungen bestimmen die Gesellschaft, in die uns Johann Strauß mit seiner so bitterbösen wie unwiderstehlichen Operette »Die Fledermaus« entführt.

Am 1. Mai 1873 eröffnet Kaiser Franz Joseph im Wiener Prater die Weltausstellung, die zwölf Mal so groß wie die erste Weltausstellung 1851 in London ist. Am 9. Mai 1873 beendet der Wiener Börsenkrach den Wirtschaftsboom der Gründerzeit und reißt halb Wien in den Ruin. Nach Musik ist niemandem zumute, dennoch entsteht um die Jahreswende jenes Werk, das als größtes Meisterwerk der Operette in die Geschichte eingehen wird: »Die Fledermaus« von Johann Strauß Sohn. Der »Walzerkönig« Johann Strauß war zu diesem Zeitpunkt bereits ein weltweit berühmter Dirigent und Komponist, hatte 1872 in Boston und New York gastiert und sich vom Publikum vergöttern lassen. Mit Ende 40 stürzte er sich begeistert und siegessicher auf das Libretto von Richard Genée und Carl Haffner – in nur zweiund­vierzig Tagen und Nächten komponierte Strauß »Die Fledermaus«. Die Urauffüh­rung am 5. April 1874 im Theater an der Wien verlief glänzend. Die »Morgen­Post« schrieb: »Das klingt ins Ohr und rieselt durch das Blut hinab bis in die Beine, und der faulste Mensch im Zuschauerraum fängt unwillkürlich zu nicken an mit dem Kopfe und wiegt den Leib und stampft mit den Füßen ...«. Melodien wie »Komm mit mir zum Souper«, »O je, o je, wie rührt mich dies«, »Trinke, Liebchen, trinke schnell«, »Ich lade gern mir Gäste ein« oder »Klänge der Heimat« und »Brüderlein und Schwesterlein« haben bald nach der Uraufführung die Bühnen der Welt erobert und auch nach mehr als 140 Jahren nichts von ihrer Anziehungskraft verloren.

Do, 30. April19:30 Uhr Jugend
, Erwachsene
, Oper
,

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Ort

Oper/ \Köln
Rheinparkweg 1
50679 Köln
Details

Besetzung

GABRIEL VON EISENSTEIN - PAUL ARMIN EDELMANN
ROSALINDE - NATALIE KARL
FRANK, GEFÄNGNISDIREKTOR - BJARNI THOR KRISTINSSON / OLIVER ZWARG
PRINZ ORLOFSKY - KANGMIN JUSTIN KIM
ALFRED - DINO LÜTHY
DR. FALKE, NOTAR - MILJENKO TURK
DR. BLIND - JÁN RUSKO
ADELE - CLAUDIA ROHRBACH
IDA - MAIKE RASCHKE
IVAN UND TÄNZER - FAUSTO ISRAEL
CHOR - CHOR DER OPER KÖLN
ORCHESTER - GÜRZENICH-ORCHESTER KÖLN

Stab

MUSIKALISCHE LEITUNG - ALFRED ESCHWÉ
INSZENIERUNG - PETRA LUISA MEYER
BÜHNE - STEFAN BRANDTMAYR
KOSTÜME - CORNELIA KRASKE
LICHT - ANDREAS GRÜTER
CHOREOGRAFIE - ATHOL FARMER
CHORLEITUNG - RUSTAM SAMEDOV
DRAMATURGIE - GEORG KEHREN

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