ÖFFNUNG DER THEATER IN NRW AB 30.05.2020 MÖGLICH

Liebes Publikum,

wir verweisen auf die aktuellen Beschlüsse von Bund, Land und Stadt Köln, nach denen die Corona-Schutzmaßnahmen-Lockerung eine Öffnung von Theatern und Opernhäusern ab dem 30. Mai 2020 ermöglicht. Damit fallen weiterhin alle öffentlichen Veranstaltungen der Kölner Theater bis zu diesem Termin aus.

In der bis dahin verbleibenden Zeit stehen große Aufgaben vor den großen und kleinen Häusern sowie den freien Gruppen unserer Theater-Stadt. Zahlreiche Auflagen müssen umgesetzt werden, individuell werden viele Entscheidungen nötig sein. Global gültige Infos wird es von unserer Seite kaum geben können. Wir bitten Sie, sich individuell zu informieren!

Wir empfehlen zur Überbrückung die zahlreichen Streams, Videos on Demand und die Kultur-Unterstützungsangebote - es ist großartig, was dort spontan, kreativ und künstlerisch geleistet wird!

Kultur lebt in Köln.

Solidarischen Zusammenhalt und Verständnis füreinander halten wir für besonders wichtig! ZIEH DICH RAUS! FLATTEN THE CURVE! (Anm. d. Redaktion)

Vielen Dank!

TRUDE HERR, oder: Es ist besser, in der Sahara zu verdursten, als in Köln-Lindenthal zu sitzen und auf die Rente zu warten

Theater im Bauturm Theater im Bauturm

Bewundert viel und viel gescholten: Auf kaum eine Person der jüngeren Kölner Stadtgeschichte trifft Goethes berühmtes Wort wohl so zu wie auf Trude Herr.
Zunächst als kritische Büttenrednerin im Nachkriegskarneval gefeiert, kam sie schon bald nur noch schwer vom Stereotyp der korpulenten Ulknudel los. Da sie nirgends ein Theater fand, das ihrer Vision angemessen war, baute sie sich selbst eines: Im Theater im Vringsveedel war sie von 1977 bis 1986 als Schauspielerin, Autorin, Regisseurin, Kostümbildnerin, Requisiteurin und Managerin tätig, um auf diese Weise das Volkstheater neu zu erfinden – doch für viele Kölner war diese Erfindung zu drastisch und zu ordinär. Trude Herrs Verhältnis zu ihrer Heimatstadt blieb stets ambivalent: Immer wieder drehte sie Köln den Rücken, um ambitionierte Filmprojekte in der Sahara zu realisieren oder auf die Fidschi-Inseln auszuwandern, gleichzeitig jedoch sang sie mit Niemals geht man so ganz und Die Stadt Hymnen der kritischen Liebe zu Köln. Heute ist es an der Zeit, Trude Herr als Performerin neu zu entdecken, deren radikale Zurschaustellung von femininer Selbstbestimmtheit dafür sorgt, dass Vringsveedel und Sahara gleichermaßen Ort existentieller Erfahrung sein können: „Im Zentrum ihrer Stücke steht immer eine dicke Frau. Sie spielt immer ums Überleben.“
(Jürgen Flimm)

Premiere: Sa, 30. September 2017

So, 26. April18:00 Uhr Erwachsene
, Schauspiel
, Jugend
,

Weitere Termine

Keine weiteren Termine gefunden

Ort

Theater im Bauturm
Aachener Straße 24-26
50674 Köln
Details

Besetzung

Matthias Buss
Sebastian Kreyer

Stab

Inszenierung:
Sebastian Kreyer
Kostüm:
Maria Roers
Bühnenbild:
Thomas Dreissigacker
Musik:
Valerij Lisac
Video:
Valerij Lisac
Regieassistenz:
Hannah Greve

Bilder

Weitere Angaben

Stückentwicklung von Sebastian Kreyer und Ensemble

Tickets