ABSAGE ALLER VERANSTALTUNGEN BIS 19.04.2020

Allgemeinverfügung der Stadt Köln vom 16.03.2020 zu weiteren kontaktreduzierenden Maß-nahmen zur Bekämpfung von übertragbaren Krankheiten nach dem Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz)


Gemäß §§ 16 Abs. 1 Satz 1, 28 Abs. 1 Satz 2 des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz – IfSG) wird zur Verhütung der Weiterverbreitung von SARS-CoV-2 Virus-Infektionen folgende Allgemeinverfügung angeordnet: Der Betrieb folgender Einrichtungen, Begegnungsstätten und Angeboten im Kölner Stadtgebiet ist ab sofort bis einschließlich 19.04.2020 untersagt: Sämtliche Vergnügungsstätten, insbesondere Bars, Clubs oder Diskotheken sowie Theater, Kinos und Museen unabhängig von der jeweiligen Trägerschaft oder von Eigentumsverhältnissen. [...] Ab sofort bis zum 19.04.2020 ist im Kölner Stadtgebiet jegliche öffentliche Veranstaltung untersagt. Dies schließt Verbote von Versammlungen unter freiem Himmel [...] ein.

Siehe auch: Allgemeinverfügung der Stadt Köln


Solidarischen Zusammenhalt und Verständnis füreinander halten wir für besonders wichtig! ZIEH DICH RAUS! FLATTEN THE CURVE! (Anm. d. Redaktion)

Vielen Dank!

welcome to hell

Orangerie Theater Theaterakademie Köln

Elodie hat die Nase gestrichen voll. Ihr Vater ist ja SO peinlich. Nicht auszuhalten. Und er
versteht sie einfach nicht! Hört nie richtig zu! Ist nur mit seiner eigenen Midlifecrisis
beschäftigt! Aber so ist das wohl, mit den Vätern. Zumindest, wenn der eigene Vater der
Teufel, der große Satan, der Morgenstern, Beelzebub, Mephisto, der Leibhaftige, der
Stärkste aller Widersacher, der teuflische, unübertroffene Höllenfürst höchstpersönlich ist.
Dabei will Elodie ja gar nicht viel: Sie will nur einmal raus aus der Hölle. Sich mit
Gleichaltrigen unterhalten. Am liebsten mit Gleichaltrigen des anderen Geschlechts… Wäre
ihr Seelenvertrag bloß auffindbar! Aber natürlich hat Luzi den verschusselt, als er Elodie
adoptiert hat. Elodies leibliche Eltern wollten nämlich lieber reich sein als eine Tochter
haben, weshalb sie kurzerhand einen Pakt mit dem Teufel eingegangen sind: Erstgeborenes
gegen Reichtum, einen Berg Knete, richtig viel Zunder, einen Haufen Kohle, ne Menge Moos
eben - ziemlicher Standardkram. Aber um sicher zu sein, dass das wirklich des Pudels Kern
ist, müsste Elodie den Vertrag nun einmal selbst sehen. Mit den Verträgen in der Hölle kennt
sie sich nämlich bestens aus, da ihr Ziehvater natürlich immer viel zu „beschäftigt“ ist, für die
ganze Bürokratie. Ohne sie wäre die Hölle schon längst zugefroren, aber hallo! Nur ein
bisschen öde ist es eben manchmal.
Da kommt es überraschend passend, dass ausgerechnet jetzt eine verlorene Seele in der
Hölle auftaucht, die auch keinen Seelenvertrag zu haben scheint und auch ihre, äh, also
seine Eltern nicht kennt und ganz zufällig der süßeste Junge ist, den Elodie je noch nie
gesehen hat! Das ist fast so perfekt wie in den Liebesromanen, die sie immer liest! Das muss
Schicksal sein! Und fast lebten sie glücklich bis ans Ende ihrer Tage, wenn wir hier nicht
eben doch in der Hölle wären und der Teufel nicht eben doch eine ... mhh, wie drückt man es
freundlich aus: emotional launenhafte Persönlichkeit wäre. Außerdem lebt neben dem
Teufel, Elodie und ihren Hausdämonen ja auch noch Zerberus in der Hölle, der als längster
und bester Kumpane Luzifers diesen sehr gut kennt und sich in letzter Zeit immer häufiger
darüber wundern muss, dass el Jefe sich (sogar für den Teufel) etwas seltsam verhält.
Irgendwas liegt hier in der Luft, und das ist sicher nicht der Schwefelgeruch, an den man sich
überraschend schnell gewöhnt …
Die Hölle als abstrakte Verortung des menschlichen Abgrunds: eben da, wo sich Angst,
Hass, Leid und vor allem das unendlich Böse manifestieren. Kein Ort, für ein junges
Mädchen, oder? Überhaupt, kein Ort für Spaß, Humor, Leichtigkeit, Freude und Konfetti,
möchte man meinen. Oder? Aber warum eigentlich nicht? Wir leben in einer Welt, in der sich
permanent Dinge manifestieren, die so gar nicht feierlich sind, jeden Tag aufs Neue sorgen
Angst, Hass und Leid dafür, dass ein Stückchen Hölle konkret wird, real. Hier bei uns. Aber
muss man denn immer ernst sein, um etwas ernst zu nehmen? Manchmal tut es doch auch
gut zu lachen. Und eine Geschichte zu hören. Die unterhält und berührt. Die einen zum
Lachen bringt - und wenn man will auch ein bisschen zum Denken. Und genau dieser
Wunsch, eine solche Geschichte zu erzählen, ist der Leitfaden, an dem dieses Stück sich
versucht: für alle greifbar zu sein, absurd und alltäglich zugleich, bunt, abgefahren und
trotzdem mit-fühlbar. Und vor allem bereit, allen Klischees die Krone, äh, Hörner
aufzusetzen. Herrlich platt und gleichzeitig mit mindestens so vielen Ebenen, wie man sie
auch in der Hölle zählt …

Eine Produktion der Regieklasse der Theaterakademie Köln mit theaterbegeisterten Mitwirkenden unter professioneller Leitung, in
Kooperation mit der Jungen Theatergemeinde Köln und Orangerie Theater

Premiere: Mi, 11. März 2020

So, 15. März18:00 Uhr Jugend
, Erwachsene
, Schauspiel
,

Weitere Termine

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Ort

Orangerie Theater
Volksgartenstraße 25
50677 Köln
Details

Besetzung

Denis Okatan
Isabella Pluge
Jan van Putten
Theo Maximidou

Stab

Text/Regie:
Nele Schillo
Dramaturgie:
Pauline Cebulla
Produktionsleitung:
Paula Herrmann
Schauspielcoaching:
Liesa Strehler
Choreografie:
Anna Rödiger
Regieassistenz:
Lennart Hahn
Regie- und Dramaturgiecoaching:
Ragna Kirck
Karoline Bendig
Bild:
Nele Schillo

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