raum13 - Deutzer Zentralwerk der Schönen Künste

Mülheim

Wo in den 1860ern die Wiege des Ottomotors stand und die Weltmotorisierung ihren Ausgangspunkt fand, findet man heute das raum13 Deutzer Zentralwerk der Schönen Künste - ein innovatives Stadtkunstprojekt im rechtsrheinischen Köln oszilierend zwischen Stadtgeschichte und Stadtentwicklung.

Seit 2011 erwecken Anja Kolacek und Marc Leßle mit Ihren Iszenierungen die alte Industriebrache des einstigen Weltkonzerns Klöckner-Humboldt-Deutz zu neuem Leben und machen sie so zu einer der aufregendsten Kulturstätten Kölns. Die Transformation dieses Stadtraums über Generationen hinweg ist beispielhaft für die Umwälzung unserer Gesellschaft und steht im Fokus der künstlerischen Arbeiten im raum13 Deutzer Zentralwerk der Schönen Künste. Schichten der Vergangenheit werden freigelegt und in ständig neue Bezüge zur Gegenwart und zu zukünftigen Entwicklungen gesetzt.

raum13 ist ein rizomathischer Ort für experimentelle und politische Kunst sowie Schnittstelle von Theater, Tanz, Performance, Musik, Medien und Bildenden Künsten. Zugleich wird aber auch ein Diskurs-Raum geschaffen, in dem über gesellschaftliche, politische und kulturelle Tendenzen und Möglichkeiten diskutiert werden kann. Ergebnis kann die Entwicklung und Realisierung neuer Formate und (Kunst-)Formen sein?

raum13 ist keine reine Ortsbezeichnung für Räumlichkeiten im Rechtsrheinischen, sondern vor allen Dingen ein Ort, an dem Räume erst ausgehandelt und im sozialpolitischen Sinne produziert werden. Das Anliegen besteht gerade darin, Räume zu re-organisieren, ihre Struktur zu de- konstruieren und von dort künstlerische Prozesse freizusetzen. Hierdurch können neue Theater / Kunsträume performativ/aktiv generiert werden, die sich fernab von traditionellen Guckkastenbühnen oder White Cubes bewegen.

Das renommierte Goethe-Institut führt raum13 unter den zehn wichtigsten Projekten in der BRD, die sich erfolgreich mit der kulturellen Nutzung von historischen Industrieanlagen beschäftigen.

Wahl der künstlerischen Mittel

Wir arbeiten als Theatermacher transdisziplinär an der Schnittstelle von Schauspiel, Tanz, Musik und Bildender Kunst und ermöglichen dadurch bei der Wahl unserer künstlerischen Mittel systemreflexive, unabhängige und unkonventionelle Interaktionsebenen. Dieses Crossover der Künste ist kein Selbstzweck, sondern erzeugt erst Möglichkeiten, die Gegenwart immer wieder neu und aus unterschiedlichen Perspektiven historisch, politisch und sozial wirkungsmächtig zu beleuchten. Durch den angebotenen Perspektivenwechsel können Sichtweisen auf multiple Wirklichkeiten ermöglicht, respektive gesehen, oder/ und durch individuelle Rezeptionen sowohl re-, als auch de-konstruiert werden. Somit können die Bedingungen des Theaters ausgetestet - respektive provozierend ausgereizt - und künstlerisch weiter entwickelt werden.

Arbeitsweise

Unsere thematische Suche gilt immer sozialen Phänomenen, die heutige Menschen gleichermaßen bewusst wie unbewusst bewegen und nicht der Suche nach klassischen Interpretationen von als auch nach Theatertexten. Daher schreiben wir unsere Stücke selbst. Über umfangreiche Recherche- und Konzeptions-Prozesse nähern wir uns der jeweiligen Fragestellung an. Dabei wird anhand einer sozial- und kulturwissenschaftlich orientierten Materialauswahl, über Interviews, in Versuchs- und Improvisations-Anordnungen das Substrat des anzustrebenden Stückes gewonnen und anschließend in eine Form gebracht. Während der Stück-Entwicklung weiten wir den Recherche-Prozess über Interviews auf das Publikum aus; Teile des Entstehungsprozesses finden als Performances und Interventionen im öffentlichen Raum statt. Der dabei zustande kommende Austausch als Prozess kann wiederum Impulse für die weiteren, sich verflechtenden Proben setzen und in die Arbeit einfließen.

Über das Bühnengeschehen hinaus

Wir initiieren den Austausch zwischen Künstlern und ihren Szenen und provozieren eine Zusammenarbeit über die disziplinären Trennlinien hinweg. Wir wirken dabei als organisatorische und künstlerische Ideengeber oder auch als Ideenbeteiligte und bieten mit raum13 die Möglichkeit der Realisierung von Visionen. Unser Anliegen ist es, durch den Dialog der Künstler aus verschiedenen ästhetischen und sozialen Bereichen etwas Verbindendes, Neues entstehen zu lassen. Dieser Dialog bezieht das Publikum mit ein, das in den begehbaren Räumen von raum13 dazu eingeladen wird, zu sehen, zu reden und sich zu neuen Aktionen inspirieren und mitreißen zu lassen.

Spielort & Kontakt

Straße:Deutz Mülheimer Straße 147-149
Ort:51063 Köln
Telefon:0221-4232185
info@raum13.com
Website:http://www.raum13.com

Öffnungszeiten

http://www.raum13.com/events/

Tickets & Preise

von 5 € bis 25 € je nach Art der Veranstaltung
http://www.raum13.com/home/

info@raum13.com – 0221-4232185

Barrierefreiheit

Leider noch nicht vorhanden.

Anfahrt & Parken

http://www.raum13.com/service/contact.php

Stadtplan

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