Saskia Rudat "brainjogging" & El Cuco Projekt "Acts of Politeness", Tanzperformance

Barnes Crossing Saskia Rudat und EL CUCO PROJEKT

Saskia Rudat "brainjogging"
aus der Jurybegründung zum Preis "Bestes Solo" beim IX. Internationals Tanzfestival SoloDuo NRW + Friends 2017:
"She is a funny tomboy, a Leni-Riefenstahl-athlete, a Pina-Bauch-Frühlingsopfer and a classical pantomime. Saskia Rudat invites the audience to a crazy ‘brainjogging’, slipping overwhelmingly quick and funny from one image to the next. A great performer with charming self-irony and natural sense of timing that surprised throughout.”

El Cuco Projekt "Acts of Politeness"
Wir alle kennen diese Momente, in denen wir bemüht sind „Form“ zu bewahren: Aus reiner Höflichkeit und Taktgefühl machen wir Angebote, Komplimente, Besuche, Anreden, fragen nach oder schweigen, hüsteln, essen, trinken oder verzichten darauf. Was passiert, wenn sich Tiere Handlungen der Etikette aneignen? Wenn also Überlebensstrategien und Strategien des höflichen Verhaltens aufeinandertreffen? In „Acts of Politeness“ werden zwei Mensch-Tier-Figuren mit westlichen Höflichkeitsformen und instinktiven Tierbewegungen spielen und interagieren. Zwischen diesen Polen entwickelt sich eine nicht-lineare Geschichte, die die Normalität des Alltags, die Absurdität des klassischen Cartoons und die Gefahr der (Un)Bekannten Natur erzählt. Mit spielerischem Humor wie auch wiederkehrender Unheimlichkeit agieren die Performer mit Tiermasken auf der Bühne.
Als „Kater“ und „Vogel“ DarstellerInnen wird El Cuco Projekt unterschiedlichste Szenarien kreieren, in denen Tierwelt und kultiviertes menschliches Verhalten aufeinander treffen, ineinander übergehen, sich ein- auf- und ablösen. Die Verfremdung alltäglicher Handlungen und banaler Situationen durch Unverhältnismäßigkeit und Wiederholung dient der Kreation des Unheimlichen, ebenso wie des Komischen. Dabei widersprechen alltägliche Elemente und Aktionen immer wieder den fabelhaften Assoziationen, die die Menschentiere erzeugen (könnten). Z.B.: Vogel trinkt Tee. Die Elemente, die wir in Szene setzen, sind nicht neu: Katzen, Vögel, Tee trinken - das alles gibt es im Alltag, doch verzerrte Tier-Mensch Kombinationen produzieren neue Wahrnehmungsebenen. Die widersprüchlichen Beziehungen zwischen Mensch und Tier schaffen neue wandelbare ästhetische Konzepte die wir als Choreographin und Bildender Künstler anhand des Experimentierfelds Maske und Gestalt gemeinsam aufsuchen. Als Performer spielen wir mit dem Auf-, Um- und Abziehen der Masken und unterschiedlichsten Körperlichkeiten, um diverse Wesen kreieren und Ebenen eröffnen zu können. Mit der Animation unseren realistisch wirkende Tiermasken, bringen wir ein paradoxes Verhältnis auf die Bühne: Die Charaktere existieren durch die Kombination von Bildender Kunst und Choreographie als Wesen denen mehrere Zustände innewohnen. Das eröffnet ein ungewisses Feld: Tier und Mensch, sind immer gleichzeitig präsent. Sie sind Tier UND Mensch und nicht ODER. Für "AoP" experimentieren wir mit der ästhetischen Herausforderung, die sich hinter der szenischen Entdeckung dieser Beziehung verbirgt.

Sa, 21. Dezember18:00 Uhr Erwachsene
, Performance

Ort

Barnes Crossing
Industriestraße 170
50999 Köln
Details

Besetzung

"Brainjogging":
Saskia Rudat

"Acts of Politeness":
Sonia Franken, Gonzalo Barahona

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