Tristan und Isolde

Oper/ \Köln Oper Köln

Geht so Liebe? Tristan, der Held aus Cornwall, tötete den Iren Morold, Isoldes Verlobten. Anschließend übersandte er der Braut den abgeschlagenen Kopf ihres Liebsten – anstelle eines von Irland eingeforderten Zinses, gewissermaßen als unmissverständliches Zeichen der Provokation und Verachtung. Dennoch brachte es Isolde aus ihr selbst unerklärlichen Gründen nicht über sich, diesen ihr verhassten Tristan zu töten, als sich ihr bald darauf die Gelegenheit dazu bot. Während Tristan Isolde seinem König und Oheim Marke als bräutliche Beute zuführt, nimmt die skandalöse, alle Gebote und moralischen Kategorien der ›Tag-Welt‹ hinter sich lassende ›nächtliche‹ Beziehung zwischen Tristan und Isolde ihren Anfang. Als bliebe ihnen gar keine andere Wahl, stellen sich beide damit außerhalb jener Welt, in der sie bisher gelebt haben.

Richard Wagners 1865 uraufgeführtes musikalisches Gipfelwerk, basierend auf dem mittelalterlichen Epos des Gottfried von Straßburg, erzählt die verstörende Geschichte zweier von der Leidenschaft füreinander getriebener, voneinander förmlich besessener Individuen, die in der realen Welt kein Miteinander erleben können. Dabei wiegt das Phänomen des ›Einander-Verfallenseins‹ umso schwerer, als es – gemessen an den psychologischen Voraussetzungen und den äußeren Umständen – nichts zu geben scheint, das für eine Verbindung dieser beiden spricht. »Da ich nun aber im Leben nie das eigentliche Glück der Liebe genossen habe, so will ich diesem schönsten aller Träume noch ein Denkmal setzen, in dem vom Anfang bis zum Ende diese Liebe sich so recht sättigen soll«, hatte Wagner Ende 1854 an seinen späteren Schwiegervater Franz Liszt geschrieben. Einen biografischen Schlüssel zur Entstehung dieses Werks bildet Wagners Affäre mit Mathilde, der Ehefrau seines Mäzens Otto Wesendonck. Was die Handlung betrifft, ist aus ihr in diesem ›musikalischen Denkmal einer nie erlebten Liebe‹ nach Wagners eigener Auskunft »eine ganz innere, seelische geworden, sie ist ganz nach innen verlegt; was in dem inneren Menschen vorgeht, wird hier der wichtigste Teil der Handlung«.

Premiere: Sa, 21. September 2019

So, 13. Oktober16:00 Uhr Jugend
, Erwachsene
, Oper
,

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Ort

Oper/ \Köln
Rheinparkweg 1
50679 Köln
Details

Besetzung

TRISTAN - KS PETER SEIFFERT / HEIKO BÖRNER
KÖNIG MARKE - KARL-HEINZ LEHNER
ISOLDE - INGELA BRIMBERG
KURWENAL - SAMUEL YOUN / KOSTAS SMORIGINAS
MELOT - JOHN HEUZENROEDER
BRANGÄNE - CLAUDIA MAHNKE
EIN HIRT, STIMME EINES JUNGEN SEEMANNS - YOUNG WOO KIM
EIN STEUERMANN - INSIK CHOI
CHOR - CHOR DER OPER KÖLN
ORCHESTER - GÜRZENICH-ORCHESTER KÖLN

Stab

MUSIKALISCHE LEITUNG - FRANÇOIS-XAVIER ROTH
INSZENIERUNG - PATRICK KINMONTH
BÜHNE - DARKO PETROVIC
KOSTÜME - ANNINA VON PFUEL
LICHT - ANDREAS GRÜTER
CHORLEITUNG - RUSTAM SAMEDOV
DRAMATURGIE - GEORG KEHREN

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