DER MOND IST DER FREUND DER VERLIEBTEN

Theater im Hof Duo LINDE/ SCHULZ

Es gibt Themen, die sind ewig. Nein, eigentlich nicht. Es gibt nur ein Thema, das wirklich ewig ist: die LIEBE. Alle anderen Themen sind nur Variation. Die Liebe ist ewig, die Liebe ist überall. Sie ist Grund unserer Existenz und Motor unseres Lebens. Manchmal macht sie glücklich, manchmal macht sie unglücklich. Manchmal ist sie körperlich, und manchmal ist ihr Objekt unerreichbar. Die Liebe ist wechselhaft, sie ist mal gnädig und mal kapriziös, sie ist mal treu und mal nicht greifbar. Beschreibbar, oder besser: besingbar ist sie allerdings schon. Zumindest, wenn man ein solch inspirierter Komponist ist wie der Kölner Gerhard Jussenhoven. Seinen Liedern, oft heiter, manchmal melancholisch, hört man an, dass er die Liebe kannte: zu einer schönen Frau, zur Familie, zu seiner Heimat, dem Rheinland. Und zu den Menschen mit all ihren Vorzügen und Macken.

Übersicht Programm

Chansons u.a.: Wer in deine Augen sieht; Es gibt noch Liebe auf den ersten Blick; Der Mond ist der Freund der Verliebten; Bon soir; Der Herzenswunsch; Gib Acht auf den Jahrgang; Man müsste nochmal zwanzig sein; Champagner Walzer; Worte, die wir nicht sagen u.v.m.
CHANSON.WIEN: Hartmut Schulz, Gesang Margita Linde, Klavier ?Dauer: ca. 70 min ?Premiere: 17.03.2019, Altes Pfandhaus, Köln, ?weitere Aufführungen: 22./ 23.03.2019, 20:00 Uhr, Theater im Hof, Köln

Der Komponist Gerhard Jussenhoven

Musik und Karneval, beides wurde dem 1911 in der Kölner Südstadt geborenen Gerhard Jussenhoven in die Wiege gelegt. Nichtsdestotrotz bestand der Vater darauf, dass der junge Mann etwas „Anständiges“ studierte – Jura. Dabei wusste er sehr wohl, welches musikalische Talent da heranwuchs, und Gerhard Jussenhoven konnte parallel zum Jurastudium auch Komposition an der Kölner Musikhochschule studieren. 1938 – Jussenhoven verdient sein Geld als Anwalt für Wettbewerbsrecht an der Industrie? und Handelskammer – entstand der erste Hit: „Kornblumenblau“. Nach Krieg und Kriegsgefangenschaft stellten sich der Erfolg und damit die wirtschaftliche Sicherheit ein, so dass Gerhard Jussenhoven als freischaffender Komponist leben konnte. Über 1.000 Werke entstanden, darunter (um nur ein paar zu nennen) „Man müsste nochmal zwanzig sein“, „Dat Glockespill vum Rothuusturm“ oder „Der Badewannentango“: bis heute gültige Klassiker der Unterhaltungs- und Karnevalsmusik.

Dass er sein Handwerkszeug beherrschte, zeigen seine Operetten und Musicals, wie, „Eau de Cologne“ (1963), “Cyprienne oder Scheiden tut nicht weh“ (1966), „Die deutschen Kleinstädter“ (1970), „Monsieur Malade“ (1972), „Gut Holz, Wilhelm“ (1974), „Befana und der Weihnachtsengel“ (1994) etc.
Zu den Interpreten seiner Musik gehörten die großen Namen der deutschen Unterhaltungsmusik wie Peter Alexander, Willy Schneider, Bill Ramsey, Belina, Margot Eskens, Willy Hagara, Ralf Bendix, Margit Schramm, Willy Millowitsch, Fred Bertelmann, Bibi Johns, Günter Wewel, Peter Minich etc.
Gerhard Jussenhoven starb 2006 mit 95 Jahren in – wie hätte es anders sein dürfen – in Köln.

Die Musiker Margita Linde/ Hartmut Schulz

Die Pianistin Margita Linde und der Bariton Hartmut Schulz arbeiten seit 2011 zusammen. Als klassisches Liedduo konzertieren sie europaweit und haben mehrere CDs, unter anderem mit Liedern von Wolf, Schoeck und Busoni eingespielt. Beide Künstler sind aber auch erfahrene – und begeisterte ? Unterhaltungsmusiker: Margita Linde begleitet neben Hartmut Schulz auch die Kölner Chansonette Clara Chanson. 

Hartmut Schulz studierte neben seiner klassischen Ausbildung bei der Diseuse Doris Bierett (Wühlmäuse, Reichskabarett, Friedrich Hollaender).  Im Rahmen einer Produktion an der Kölner Musikhochschule unter ihrer Leitung sang er den „Prunelles“ in Jussenhovens „Cyprienne“ und durfte in diesem Zusammenhang den Komponisten auch persönlich kennenlernen.

Premiere: Fr, 22. März 2019

Sa, 23. März20:00 Uhr Erwachsene
, Musiktheater

Ort

Theater im Hof
Roonstr. 54
50674 Köln
Details

Besetzung

Margita Linde, Hartmut Schulz

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