Milan Sládek:

Volksbühne am Rudolfplatz Milan Sladek

Im August 2018 wurde an ein tragisches Ereignis erinnert: An die gewaltsame Niederschlagung des „Prager Frühlings“ in der Tschechoslowakei durch die einmarschierenden Truppen des Warschauer Pakts 1968.

Alexander Dubcek, von 1968 bis 1969 Generalsekretär der tschechoslowakischen Kommunisten, bemühte sich ein Liberalisierungs- und Demokratisierungsprogramm in dem starrem kommunistischen System durchzusetzen. Abschaffung der Zensur, Befreiung der politischen Gefangenen, Religionsfreiheit und nicht zuletzt Ermöglichung von Auslandsreisen. Die Zukunft der Tschechoslowakei sollte demokratisch sozial, gerecht und modern sein.
Doch die in der Nacht vom 20. auf den 21. August 1968 anrückenden Truppen und Panzer, zerschlugen die Hoffnung auf einen „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“.
Milan Sládeks Theater in Bratislava wurde als eines der ersten geschlossen und auch er wurde gezwungen ins Ausland zu gehen. Seit 1970 ist Köln seine Heimatstadt.

Ein szenisches, visuelles Gedicht an den charismatischen und menschlichen Alexander Dubcek, den großen Slowaken und Europäer

Im Zentrum des Projektes "DUBCEK SPRING" steht Alexander Dubcek. Die Inszenierung ist keine wissenschaftliche oder journalistische Aufbereitung der tragischen Ereignisse um den 21. August 1968. Der Charakter dieser Inszenierung ist mit einem großen Aquarellbild vergleichbar, einer Collage, aus den verschiedensten Bildern und Szenen zusammenfügt. Milan Sládek versteht dieses Projekt als poetische Apotheose und Huldigung an den Menschen Alexander Dubcek.
Mit seiner Vitalität, seinem Humor und seiner positiven Haltung zum Leben gab Alexander Dubcek den Menschen weit über die Grenzen der damaligen Republik hinaus eine hoffnungsvolle Vision für die Zukunft- bis ein Schicksalsschlag auf tragische Weise sein Leben beendete.

Für "DUBCEK SPRING" wurden Interviews mit Menschen geführt, die Alexander Dubcek persönlich kannten. Vor allem mit seinen Söhnen Dr. Milan und Dr. Pavol Dubcek sowie mit seinem Biographen Prof. Dr. Ivan Laluha. Die dabei gewonnenen Eindrücke und die Auswertung der historischen Dokumente boten hinreichend Material für das Szenario des Stücks und tragen zu einer treffenden Charakterisierung dieses außergewöhnlichen Mannes bei.
„Ich bin fest davon überzeugt, dass ich nicht als einziger dieses Kapitel der Geschichte der slowakischen Nation mit den großen Tragödien der griechischen Antike vergleiche.“ so Milan Sládek.

Die Inszenierung ist eine Collage aus unterschiedliche Bühnen- und Videotechniken, die in ihrer Wechselwirkung das historische Phänomen des „Prager Frühlings“ ausdrücken und bildlich formulieren. Einige Szenen sind solistisch und/oder als Gruppenpantomime dargestellt, aber auch sogenannte „Schwarzen-Theater-Technik“ ergänzt die Farbigkeit des szenisches Gedichtes.
In einer Kooperation Milan Sládeks Pantomimentheater GmbH und der Staatsoper in Banska Bystrica,(Slowakische Republik) fand die Uraufführung des Projekts "DUBCEK SPRING" am 8. Juni 2018 statt.
Die Deutschland-Premiere findet am 13. Januar 2019 in der Volksbühne am Rudolfplatz, Köln statt.

Copyright der Fotos: Ctibor Bachraty

Premiere: Mi, 16. Januar 2019

Mi, 16. Januar19:30 Uhr Erwachsene
, Schauspiel
, Performance

Weitere Termine

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Ort

Volksbühne am Rudolfplatz
Aachener Str. 5
50764 Köln
Details

Besetzung

Alexander Dubcek: Milan Sládek

Chor:
Zuzana Andelová
Ivica Danihelová
Beáta Eibenová
Tereza Slavkovská
Veronika Szabová
Anna Zemaníková
Juraj Budzovský
Peter Butkovský
Ján Jamrich
Tomáš Laci
Matej Struhár

Stab

Libretto: Milan Sládek
Regie: Milan Sládek
Musik: Jozef Vlk, G. Verdi: Messa da Requiem (výber)
Kostüme: Miriam Hor?áková
Bühnenbild: Ján Pta?in
Visuelle Effekte und Lichtdesign: Akasha Visualstation
Regieassistent: Juraj Ben?ík

Bilder

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