Der Nazi & der Friseur

Freies Werkstatt Theater Freies Werkstatt Theater

Nach dem Roman von Edgar Hilsenrath.
Mit freundlicher Unterstützung der Kulturstiftung Matrong. Nominiert für den Kölner Theaterpreis 2016

Der Nazi, der sich selbst zum Juden macht: Edgar Hilsenraths Romangroteske, die in deutscher Sprache erstmals 1977 in Köln erschien, nimmt eine verstörende Erzählperspektive ein. Max Schulz, gelernter Friseur, macht in den 1930-er Jahren Karriere in der SS. Als Wachmann eines Konzentrationslagers tötet er mit eigener Hand seinen jüdischen Schulfreund Itzig Finkelstein und dessen ganze Familie. In der Nachkriegszeit nimmt er Itzigs Identität an, um sich der Verfolgung zu entziehen, und wandert nach Palästina aus. Max-Itzig, der Massenmörder, bringt es dort zum Untergrundkämpfer für den Staat Israel und zum geachteten Besitzer eines Friseursalons. Hilsenraths Provokation, die Shoah aus der Sicht eines Täters zu erzählen, hat an Wirksamkeit nichts eingebüßt. Die Doppelgestalt des Massenmörders, der in die Haut seines Opfers schlüpft und davonkommt, rührt an Grundfragen von Ethik, Moral und Schuld.

Premiere: Di, 02. Oktober 2018

Sa, 22. Dezember20:00 Uhr Erwachsene
, Schauspiel

Weitere Termine

Fr | 21. Dez 2018 | 20:00
Fr | 28. Dez 2018 | 20:00
Mi | 23. Jan 2019 | 20:00
Do | 24. Jan 2019 | 20:00

Ort

Freies Werkstatt Theater
Zugweg 10
50677 Köln
Details

Besetzung

Mit Till Brinkmann
und Philipp Sebastian

Stab

Inszenierung: Judith Kriebel
Ausstattung: Susanne Weibler
Bühnenfassung: Judith Kriebel und Gerhard Seidel

Bilder

Weitere Angaben

Am 30. Juni, 20 Uhr: "Alle müssen rein! - Volles Programm - halber Preis!" Jede Karte 9 Euro!

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