(RH) EINFACH FESTIVAL

tANZfAKtUR Katharina Roll; Adrian Castello; Marie-Lena Kaiser; Overhead Project; Laura Witzleben

Fr., 05.10.2018, 20 Uhr

1:2.5
KATHARINA ROLL
Aus wie vielen Anteilen besteht man? Und wie viele Anteile davon gehören möglicherweise anderen? Die Anderen, die Teil des eigenen Lebens geworden sind, ohne noch physisch anwesend zu sein. Die Anderen, die nicht mehr sichtbar sind, jedoch in nachvollziehbarer Weise Bewegung, Handeln und Denken täglich mitbestimmen.
In 1:2.5 geht es um die Anteile der unsichtbaren Anderen und wie diese, in ihrem unsichtbaren Sein, nicht nur Teil des eigenen Körpers, sondern auch Teil einer Aufführung werden können. Anhand von Erinnerungsgegenständen, Liedern und verschollenen Geschichten, rekonstruiert Katharina Roll ihre vergangenen Beziehungen und stellt neue unsichtbare Verflechtungen her, die in die Gegenwart fließen. Denn um mit den anderen zu singen, zu tanzen, oder einfach nur im Raum zu sein, bedarf es nicht ihrer physischen Anwesenheit. Schließlich sind die Abwesenden sowieso schon Teil ihres Körpers, Denkens und Fühlens. Wieso dann nicht mit ihnen tanzen? Wer davon ausgeht, dass es sich hier um ein Solo handelt, muss genau hinsehen: ‚Got to be good looking – cause he‘s so hard to see‘.

IMNE
ADRIÁN CASTELLÓ
„Imne“ zeigt einen persönlichen Dialog mit eigenen Anliegen; eine Meinungsverschiedenheit darüber, an einem Ort zu sein, an dem man nicht mit jemandem zusammen ist, den man nicht kennt. Eine Dualität derselben Persönlichkeit, eine Verhinderung des Anderen, der Angst vor dem Unbekannten. Eine persönliche Erforschung des Menschen, die die Entdeckung von sich selbst und eine Herausforderung für den Eindringling beinhaltet. Die Nationalität der Herkunft (spanisch und niederländisch), zusammen mit der Erworbenen (deutsch), hinterlassen Spuren in der Arbeit, bereichern sie und schaffen eine besondere und authentische Sprache.

EVA
MARIE-LENA KAISER
„Eva“ ist ein Solo für die Tänzerin Eva Pageix von der Choreographin Marie-Lena Kaiser. Das Stück entstand in einer Zeit, in der sich die Choreographin intensiv mit dem Frauenbild im Tanztheater auseinandersetzte und das Thema ‚Haare‘ für sich neu erforschen wollte. Es gewann 2015 den Jury- und Publikumspreis im 638 Kilo Tanz Festival Essen.


Sa., 06.10.2018, 20 Uhr

CARNIVAL OF THE BODY
OVERHEAD PROJECT
Das Akrobaten- und Choreographenduo Overhead Project beschäftigt sich in „Carnival of the body“ mit der körperlichen Realität und der äußeren Wahrnehmung des Wrestling - eine der populärsten Unterhaltungsformen in den USA. Zwischen Jahrmarkttradition und Millionengeschäft stellt Wrestling einen absurd faszinierenden Hybrid aus Sport und Show dar, aus Athletik und Unterhaltung – einen durchchoreographierten Testosteronzirkus. Tim Behren und Florian Patschovsky ringen mit Butler, Foucault, Mickey Rourke und sich selbst. im Rhythmus ihrer Bewegungen entsteht ein inniger Kampf gegen die äußere Wahrnehmung. Es eröffnet sich eine Reflektion der eigenen Geschlechterdarstellung und der Rollen, die der Körper einzunehmen vermag. „Carnival of the body“ ist eine Fahrt unter die Oberfläche des Spektakulären, ein Blick in eine entfremdete intimität der Körper – ein schwitzender Bastard aus Wrestling, Zirkus und Tanz. Präzise beobachtet, atemberaubend akrobatisch und abgründig humorvoll.

„Carnival of the body“ wurde ausgezeichnet mit dem Kölner Tanzpreis 2015 und dem Tanz- und Theaterpreis 2017 der Stadt Stuttgart und des Landes Baden-Württemberg. Overhead Project wurde mit dem Förderpreis des Landes nordrhein-Westfalen 2015 ausgezeichnet.


So., 07.10.2018, 18 Uhr

DON'T SMOKE UNDER WATER
LAURA WITZLEBEN
Zwei Frauen, die auf fragile und zugleich kraftvolle Art in einem körperlichen Equilibrium miteinander verbunden sind. „Don`t smoke under water“ zeigt viele Nuancen von menschlichen Beziehungen: deren Fragilität und Vertrauen, aber auch die unausweichliche Brutalität, die jede enge zwischenmenschliche Bindung mit sich bringt.
„Don´t smoke under water“ befasst sich mit dem Thema (Un)Abhängigkeit. Von jemanden, etwas, einem Gefühl, einem Leben abhängig zu sein und gleichzeitig der Versuch, sich von dieser Abhängigkeit zu lösen. Als Witzleben begann, das Stück zu choreographieren, hatte sie als ersten Gedanken das Bild von Familienbindungen vor Augen. Die Familienmitglieder sind für die meisten Menschen die Personen, zu denen sie sich ihr Leben lang in einem Kreislauf von Abhängigkeit und Unabhängigkeit bewegen. Wir durchlaufen den Circle vom Baby/ Kleinkind und der absoluten Abhängigkeit dieser Phase über die Zeit des Erwachsenwerdens, in der wir meist versuchen, uns ein Stück weit von unserer Familie zu distanzieren und herauszufinden, wer wir selbst sind. Bis zu der Phase, in der unsere Eltern alt werden und sich Schritt für Schritt und unausweichlich wieder selbst in die Abhängigkeit zurück begeben. in „Don´t smoke under water“ befinden sich zwei Körper in dem konstanten Wechsel von Vertrauen, Verletzlichkeit, Verletzung, Sehnsucht und Zurückweisung.

Fr, 05. Oktober20:00 Uhr Jugend
, Erwachsene
, Tanz
, Performance
,

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Ort

tANZfAKtUR
Siegburger Straße 233w (Hinterhof)
50679 Köln
Details

Besetzung

1:2.5
Tanz: Katharina Roll

IMNE
Tanz: Erik Constantin, Adrian Castello

EVA
Tanz: Mare-Lena Kaiser

CARNIVAL OF THE BODY
Tanz: Tim Behren, Florian Patschovsky

DON'T SMOKE UNDER WATER
Tanz: Anna Fransen, Laura Witzleben

Stab

1:2.5
KONZEPT, CHOREOGRAPHIE, TANZ: Katharina Roll
KONZEPT, DRAMATURGIE: Claude Jansen
MUSIK: Steffen Müller, Robert Skwirblies
KOSTÜM: Martha Lange
FOTO: Thies Raetzke
VIDEO: Mathis Menneking
LICHT: Annika Schlüter
MENTORING: Antje Pfundtner
PRODUKTION, PRESSE, GRAFIK: Stückliesel
TECHNIK: Marian Regdosz, Hamid Ghandehary, Annika Schlüter, Dennis Döscher, Jonas Rüggeberg

IMNE
KÜNSTLERISCHE LEITUNG, CHOREOGRAPHIE: Adrian Castello

CARNIVAL OF THE BODY
CHOREOGRAPHIE & TANZ Tim Behren, Florian Patschovsky
EXTERIOR EYE & COACHING Tobias Wegner, Tobias M. Draeger
LICHT Jasper Diekamp
MUSIKKOMPOSITION Simon Bauer
KOSTÜME Sabine Schneider
MANAGEMENT/P&Ö mechtild tellmann kulturmanagement

DON'T SMOKE UNDER WATER
CHOREOGRAPHIE: Laura witzleben
MUSIK: Arbol "Your life is full of rivers and dreams" "Garda"

Bilder

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