INKUBATOR - Endpräsentation der Arbeitsergebnisse

tANZfAKtUR INKUBATOR

JUST LIVING MATTER
Amanda Romero & Greta Salgado Kudrass

„One afternoon, when we were asking ourselves questions about the fetal development and life after that, we felt like a tumor. We felt our bodies as if they were tumorous matter, so unpleasant and extravagant. We are an alienation of what we think we are, of our existence, of our bodies. Our bodies, which are growing from the sickness of the formation of life, of biological matter... We work by creating images that transmit the alienation of life creation. We use both our bodies to create one single functioning „thing“.Partnering techniques will be our tools to do so, by using lifts and contact points to create the illusion of a strange creature that forms and deforms. Apart from that we will use also single bodies, to play with the separation and fusion of cells.“

GRETA SALGADO KUDRASS kam 2013 von Südamerika nach Köln, um an der Hochschule für Musik und Tanz Bühnentanz zu studieren. im Juli 2017 schloss sie ihr Studium ab und arbeitete an eigenen Stücken, z.B. ihr Solo „Solving Torsion Alone“, welches sie in verschiedenen Orten zeigte. Momemtan arbeitet sie an „Just living Matter“ in Zusammenarbeit mit Amanda Romero Canepa und in der afrikanisch- europäischen Koproduktion „Turn“ bei Cocoondance. Ab November arbeitet sie dann weiter in Zusammenarbeit auch mit Constanza Ruiz im Rahmen des „Sprungbrett“-Residenzprogrammes am Tanzhaus NRW. Sie ist fasziniert von der Idee des Körpers als irdische Manifestation unseres Seins, als greifbare Verbindung zu unserer Umgebung und zu anderen.

AMANDA ROMERO CANEPA begann mit dem Tanz in ihrer Heimatstadt Lima. Von 2013-2017 studierte sie als Schwerpunkt zeitgenössischen Tanz an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Sie arbeitete in den letzten Jahren mit verschiedenen Choreographen und realisierte interdisziplinäre Projekte mit Musikern und bildenden Künstlern. Seit 2016 organisiert und leitet sie sozialkünstlerische Projekte mit Tänzern aus Lima. Aktuell arbeitet sie an der Recherchearbeit „Just living matter“ in Kooperation mit Greta Salgado Kudrass und im Rahmen der Inkubator Residenz der Tanzfaktur. Ihr Solo „Re nah ser“ stammt aus der selben Inspiration den Körper in seiner Form und Masse anders zu erleben. 2019 beginnt sie mit dem Projekt „Tierra, Fuego y nosotros“ in Lima, Peru.


HIDING IN PLAIN SIGHT:
A STUDY ON SYMBOLIC VIOLENCE
Yana Novotorova, Charlotte Triebus

Symbolische Gewalt, Disziplin und Dominierung sind die Kontrollmechanismen, die sich in der klaren Sicht in jedem Bereich unseres Lebens verstecken: von der Brutalität des militärischen Systems und Manipulationen der Politiker*innen, bis zu den naturalisierten Verhaltensregeln sowohl im öffentlichen, als auch im privaten Raum. Das ist die Überwachungsgesellschaft, in der disziplinarische Mechanismen dermaßen internalisiert sind, dass jede/r zum/r eigenen Aufseher*in wird. Sind wir in dem System gefangen, oder gibt es einen Ausweg? Wie können wir symbolische Macht erkennen und sichtbar machen? Was ist die Rolle der Kunst in diesem Prozess? inspiriert von dem philosophischen Diskurs zum Thema sowie Kunst, Politik und Video-Tutorial Kultur, in „Hiding in Plain Sight: a Study on Symbolic Violence“ erforschen Yana novotorova und Charlotte Triebus Modalitäten und Mechanismen der sozialen und persönlichen Dominierung.

CHARLOTTE TRIEBUS lebt und arbeitet als Performancekünstlerin in Köln / Madrid. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht das Potenzial der Schnittmengen von Tanz, Musik und Technik. Ihre Arbeiten und Performances wurden in zahlreichen, internationalen Ausstellungen gezeigt, seit 2015 ist Sie mit Lehraufträgen an verschiedenen Kunsthochschulen vertreten. 2018 gründete sie die New Human Body Society.

YANA NOVOTOROVA ist Tänzerin, Performerin, Tanzpädagogin und Choreographin. Sie kommt ursprünglich aus Kiew, Ukraine, seit 2013 lebt und arbeitet sie in Deutschland. Yana studierte Psychologie und Zeitgenössischen Tanz. Derzeit bildet Sie sich weiter im Bereich Szenische Forschung aus. Außerdem befindet Sie sich im Zertifizierungsprozess bei Axis Syllabus und ist für die Axis-Syllabus-Labore in Köln zuständig. Sie performte unter anderem in Stücken von Jan Burkhardt und Sigal Zouk, Bianca Mendonça, Cie. Willi Dorner, Simone Forti, Susanne Grau und Lili M Rampre. Ihre eigene Recherche ist durch verschiedene Kunst- und Wissenschaftsfelder sowie Kontakt-improvisation inspiriert. Yana war Residenzkünstlerin im Quartier am Hafen, tanzhaus nrw und TanzFaktur Köln


NOW & THE ECHOES
Wilhelmina Stark

Wie sollte man sich die Beziehung zwischen Text und Choreographie vorstellen? Zwischen choreographierter Bewegung und komponierter Musik?Wie sind meine Erfahrungen mit dem gesprochenen Wort, Gestik, Stimme, Sound, Musik und Bewegung in einer Performance? Hat der tanzende Körper die Kraft, etwas zu erzählen, was weiter reicht, als der Körper selbst?

WILHELMINA STARKS Arbeit beschäftigt sich mit Kommunikation, sie basiert auf Buchstaben und Worten. Sie greift auf Geschriebenes anderer Menschen zurück und interpretiert dieses als Bewegung, und zwar in der Form eines Echos. Ihr Tanz und Ihre Bewegung werden dabei von eigenen Erfahrungen gestützt.

Premiere: Sa, 29. September 2018

Sa, 29. September20:00 Uhr Jugend
, Erwachsene
, Tanz
, Performance
,

Ort

tANZfAKtUR
Siegburger Straße 233w (Hinterhof)
50679 Köln
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