™3.6]HypeReal_FOTOGRAFIE & ™4.6]UND:ODER:NICHT_FUZZY LOGIC

Orangerie - Theater im Volksgarten theater-51grad

Mit der Reihe BLUR - 6 Miniaturen zur Unschärfe setzt sich das theater-51grad mit dem Thema Verunsicherung in der Gesellschaft auseinander: Unschärfen verbreiten ein Gefühl der Verunsicherung und stärken die Sehnsucht nach klar definierten Grenzen. Systeme geben sich rigoros und sind doch labile Gebilde. Anhaltspunkte für richtiges Verhalten fehlen, Fehlinterpretationen sind wahrscheinlich. Muss der Mensch dieser Verunsicherung erliegen oder kann er die Souveräne Unschärfe als Strategie nutzen?

 

™3.6]HypeReal_FOTOGRAFIE


setzt sich mit der Frage der Unschärfe im medialen Bild auseinander. Es hinterfragt die Realität von Videobildern und Fotografien in der Kunst und in der Dokumentation. Welchen Einfluss nehmen die Bilder auf die Realität? „Inwiefern Wahrheit heute durch Medien beeinflusst und verändert wird, lässt sich anhand der globalen politischen Situation nur erahnen. Fest steht allerdings, dass die Unschärfe eines gedruckten Textes, einer Abbildung oder einer Nachrichteninformation, dazu beitragen kann sich dessen bewusst zu werden, dass es heutzutage kein Abbild einer „Realität“ geben kann. An den Zeitpunkt, des scharfen Bildes und der scharfen Information, künstlerisch wie auch dokumentarisch, können wir nicht mehr zurückkehren. Es geht also mehr denn je um die Bewusstmachung der Unschärfe, wenn man sich mit Wahrheit und Realität auseinander setzen möchte.“ (Norina Quinte)
Nach einem Essay von Norina Quinte


™4.6]UND:ODER:NICHT_FUZZY LOGIC

Der Ungenauigkeit der Sprache begegnen Autoren mit komplexen Satzkonstruktionen und zeigen damit gleichzeitig die Unmöglichkeit die Wahrheit scharf zu fassen. Auch in der klassischen Logik suchte man selbst hochkomplexe Strukturen in binären Systemen abzubilden, was zu enorm langen Rechenoperationen und unüberschaubaren Operationen führte. Im Gegensatz dazu hat sich Mitte des letzten Jahrhunderts eine Theorie entwickelt, die unscharfe Mengen zulässt: die Fuzzy Logic. Sie findet heute in der Künstlichen Intelligenz, in der Spracherkennung und in der Automati­sierungs- und Sicherheitstechnik Anwendung. Unscharfe Mengen integriert in Rechenoperationen steuern heute unsere Alltagsgeräte. „Im Grunde ist der Mensch sowohl dichotom als auch fuzzy-logisch veranlagt. Logisch einfangen kann dieses Sowohl-als-auch aber nur die Fuzzy Logic als Logik des inklusiven Unterscheidens, nicht die aristotelische Logik des exklusiven Unterscheidens. Denn die Fuzzy Logic kennt die beiden Seiten einer Unterscheidung, aber auch die ganze unendliche Mitte dazwischen. Die dichotome Logik kennt kein Dazwischen. Sie muss sich auf eine der beiden Seiten schlagen. Die Fuzzy Logic erkennt an, dass es sowohl ein Entweder-oder als auch ein Sowohl-als-auch geben kann.“ (Prof. Dr. Thomas Kron)

Nach einem Essay von Prof. Dr. Thomas Kron

Premiere: Do, 30. November 2017

Do, 30. November20:00 Uhr Erwachsene
, Musiktheater

Weitere Termine

Fr | 01. Dez 2017 | 20:00
Sa | 02. Dez 2017 | 20:00
So | 03. Dez 2017 | 20:00

Ort

Orangerie - Theater im Volksgarten
Volksgartenstraße 25
50677 Köln
Details

Stab

Künstlerische Leitung:
Komposition/Elektronik/Musik: Sergej Maingardt
Videokunst: Jens Standke
Textbearbeitung und Dramaturgie: Rosi Ulrich
Inszenierung: Andrea Bleikamp

Produktionsleitung:
Hannah Greve

Kostüm:
Claus Stump

Kostümanfertigung:
Andrea Uebel

Technik:
Jens Kuklik

PR & Öffentlichkeitsarbeit:
neurohr & andrä

Besetzung

Fukio Ensemble (Saxophonquartett)
Stimme und Gesang: Mascha Corman & Thea Soti
Schauspiel Fabian Ringel & Karin Kettling
Stimme: Oliver Schnelker.

Bilder

Weitere Angaben

Eine Produktion des theater-51grad.com, in Kooperation mit Freihandelszone - ensemblenetzwerk köln
gefördert durch: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, Kulturamt der Stadt Köln

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