PEER GYNT

Theater am Sachsenring TAS - Ensemble

Wer ist Peer Gynt? Ein junger Mann, der nicht weiß wohin mit seiner Kraft, seinem Übermut… Nur seine Mutter liebt ihn unerschrocken und - ohne Einschränkung. 

"Peer Gynt fängt - unsichtbare - Fliegen. Sind es die Flausen in seinem Kopf, der die fantastischsten Lügengeschichten gebiert? ... (die) Inszenierung steigt nicht in die erdenschweren Tiefen nordischer Mythologie hinab...Dieser Peer Gynt ist eher ein geistiger Bruder des Simplicissimus und des historischen Till Eulenspiegel, ein Mann auf dem schmalen Grat zwischen Schein und Sein - und damit als Person zerfließend....Joe Knipp... fächert einen fantastischen Bilderbogen mit rasant wechselnden Szenen auf... zwei Stunden pralles, sinnliches Theater..." (Kölnische Rundschau)

Die Trolle mit den komischen Hüten, wir kennen sie. Sie machen sich Sorgen um ihren Bestand. "Mit uns geht's die letzten Jahre zurück, wir haben den Halt, sozusagen, verloren" - da kommt Peer gerade Recht. Er bekommt noch einen Sonntagsschwanz und das Motto: "Troll, sei dir selbst genug"! So lässt sich's leben. Oder?
Die Welt ist aus den Fugen. Für Peer bleiben Schalen ohne Kern, sein Leben entblättert sich Schicht um Schicht, wie die Schalen einer Zwiebel. Solveig, die Frau, die auf ihn wartet, tröstet ihn: „Schlaf, schlaf und träume." Der Rest ist Schweigen. Peer Gynt - wütend, melancholisch, ein Spieler, der Hamlet des Nordens. Peer Gynt, der "Ich-Verwirklicher" zieht aus, um seine hoch fliegenden Träume in Macht und Reichtum zu verwandeln. Er kehrt zurück und endet in den Armen der Frau, die ihn liebt.

"Ja, und Lügen kann man drehen,
Wenden und mit Putz benähen,
Bis von ihrem magren Bauch
Nichts vor Flicken mehr zu sehen."

Theaterkritiker Andreas Kohl schreibt: "Die Bühne ist ein schwarzer Guckkasten, dessen Frontalität durch Auftritte durch den Zuschauerraum durchbrochen wird, so dass das ganze Theater immer wieder als Theater deutlich wird und so immer klar gemacht wird, dass die da oben und vor der Bühne auch von der Lust am Theatermachen erzählen, davon, fast wie Kinder in Rollen zu schlüpfen, Geschichten zu erzählen, Späße zu machen und urplötzlich so ernst zu werden, dass es einen ins Mark trifft, ins Mark des Lebens."

Der Kölner Stadt-Anzeiger: "Überhaupt zeichnen Verknappung, Schnelligkeit und Humor Joe Knipps Inszenierung aus."

Do, 26. Oktober20:00 Uhr Erwachsene
, Schauspiel

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Ort

Theater am Sachsenring
Sachsenring 3
50677 Köln
Details

Stab

Theaterfassung und Inszenierung: Joe Knipp
Bühne und Kostüme: Hannelore Honnen

Besetzung

Richard Hucke, Jennifer Tilesi Silke, Signe Zurmühlen

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