ICH BIN IHR_Internationale Werkstatt und Werkschau

raum13 - Deutzer Zentralwerk der Schönen Künste raum13 Kolacek & Leßle - Deutzer Zentralwerk der Schönen Künste

Unter Bezugnahme und in Reflektion des raum13-Themenschwerpunktes „Das Land Utopia #1-3“ sollen nun bei ICH BIN IHR internationale und regionale Vertreter_innen aus Kunst, Politik und Wissenschaft in Köln für sechs Wochen aufeinander treffen, um – visionar und quer denkend – durch den gemeinsamen Dialog neue Impulse für künstlerisches Arbeiten und gesellschaftliches Engagement zu initiieren.

Die „Werkstatt“ bietet für die Teilnehmer_innen im Deutzer Zentralwerk der Schönen Künste zahlreiche Räumlichkeiten für einen inspirierenden Dialog. Arbeitsräume, Ateliers und Werkstatten bieten die Möglichkeit, die aus diesem Austausch entstehenden Ideen in gemeinsamen Experimenten in die Realitat umzusetzen. Diskussionsrunden, Arbeitsgruppen, Foren, Exkursionen, Workshops und Symposien geben weitere Impulse für einen Dialog des voneinander Lernens und Verstehens.

Premiere: Do, 17. August 2017

Do, 17. August11:00 Uhr Erwachsene
, Schauspiel

Weitere Termine

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Ort

raum13 - Deutzer Zentralwerk der Schönen Künste
Deutz Mülheimer Straße 147-149
51063 Köln
Details

Besetzung

Kolacek&Leßle, Jan Breitenstein, Katja Gehrke, Anja Kolacek, Andrew Kikulwe, Marc Leßle, Maria Ntale, Benjamin Schad, Andreas Schmid, Mike Sembiro, Ruth Sembiro

Weitere Angaben

ICH BIN IHR möchte Menschen zusammenbringen, die durch die Einflüsse von europäischer und außereuropäischer Kolonialisierung/Globalisierung geprägt sind. Zum einen von Europa, einer der Motoren der Kolonialisierung des 19. Jahrhunderts bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts, und der nachfolgenden Neuordnung im sogenannten Kalten Krieg bis hin zur Gegenwart, in der die Kräfteverhältnisse auf unserem Globus überall scheinbar neu ausgehandelt werden. Zum anderen durch die Mimikry der "Zweiten und Dritten Welt“, die über diese Zeiten ein ambivalentes Bild zur eigenen Identität entwickelt haben.
Explizit sollen die Entwicklungen der verschiedenen Kunst- und Wissenschaftsbereiche der letzten 200 Jahre, in der Wechselwirkung von Industrialisierung, politischen Ereignissen und technischem Fortschritt, unter die Lupe genommen werden und immer wieder in Bezug zu heutigen und zukünftigen Entwicklungen gesetzt werden. Dabei steht im Mittelpunkt die Frage nach den Auslösern, die epochale und globale Umbrüche evoziert haben und was wir aus heutiger Perspektive daraus lernen und entwickeln können. Retroaktivität zur Erhaltung der Zukunft!

Aus dem gemeinsamen Arbeitsprozess wird ein dreidimensionales Objekt entstehen, in der sich die bildende Kunst, das Sprechtheater, die Musik und der Bühnentanz nicht nur aus sich selbst heraus betrachten, sondern auch der gesellschaftliche Wandel durch die Industrialisierung/Kolonialisierung/Globalisierung aus einer nicht ausschließlich eurozentrischen Sicht erlebbar wird.
Im Spannungsfeld der Diskussion über die aktuellen Wanderungsbewegungen der Menschen, dem Wirtschafts- und Bildungsgefälle auf unserer Welt und der Frage nach Nationalität und Weltbürgertum, wollen wir insbesondere auch die sogenannten Soft Skills, die Werte, die unterschiedlichen Selbstverständnisse untersuchen im Hinblick von Peripherie und Zentrum unseres individuellen und sozialen Bewusstseins, um künstlerische Wege zur Gestaltung von demokratischen Räumen interkulturell generieren zu können.

Die zweiwochige „Werkschau“ bildet den krönenden Abschluss eines prozessorientierten Austausches der Künste und Nationen. Die unterschiedlichen Ansätze und Arbeitsergebnisse der Teilnehmer_innen werden fur unser Publikum zugänglich gemacht und bieten sich der Öffentlichkeit zum Dialog an.

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