The Extreme Centre

Volksbühne am Rudolfplatz Pluriversale

Ein seismischer Schock, gepaart mit Angst, hat die politische Landschaft weltweit ergriffen. Seit dem Ausstieg Großbritanniens aus der EU und der Wahl in den USA sind populistische Positionen, die bisher vage an den demokratischen Rändern lauerten, plötzlich mehrheitsfähig geworden. Am Horizont erscheint nicht nur ein möglicher Zerfall der EU sondern ein weltweiter Siegeszug autoritärer Systeme. Propaganda, Hassreden, Angriffe auf Minderheiten sind plötzlich wieder alltäglich. Droht mit dem Einzug rechtsnationaler Positionen in den Mainstream ein neuer Faschismus? Oder drohen verschiedene Varianten faschistoider Herrschaft in je unterschiedlicher nationaler Färbung, ob in Europa oder in den USA?

Die Konferenz greift den Titel eines kürzlich erschienenen Buches des britischen Historikers Tariq Ali auf. Fast scheint es, als ob der Kapitalismus die Demokratie nicht mehr braucht. An die Stelle einstmals verlässlicher politischer Kategorien wie „links“ und „rechts“ tritt die „extreme Mitte“ - ein neoliberaler Konsens, der sich, so Ali, vor allem durch den willfährigen Dienst am Markt auszeichnet. Begehen die westlichen Demokratien gerade politischen Selbstmord, indem sie sich rechtsnationale Positionen immer mehr aneignen? Was bedeuten die Besorgnis erregenden Entwicklungen für Politik, Gesellschaft und Kultur? Welche Argumente können die Infamie erfundener „Fakten“ eindämmen, eine politische Rhetorik, die alle verbürgten demokratischen Spielregeln missachtet, argumentativ entlarven? Wo lassen sich wirtschaftliche und politische Lösungsansätze finden, und wie sehen sie aus?

Soziologen, Philosophen, Theoretiker und Aktivisten treffen sich Ende April in Köln zu einer zweitägigen Konferenz, um diese Fragen zu diskutieren. Als Teilnehmer zugesagt haben bisher der britisch-pakistanische Historiker und Autor Tariq Ali, die US-amerikanische Soziologin Saskia Sassen, die ungarische Philosophin Ágnes Heller und der kroatische Philosoph und Aktivist Sre?ko Horvat.

Am 19. April wird außerdem ein Konzert der Gruppe Laibach stattfinden.

Veranstalter: Akademie der Künste der Welt / Köln, gGmbH

TERMINE: Di 18. April + Mi 19. April 2017
BEGINN: Symposium jeweils 18 Uhr / Konzert am 19. April um 21.00 Uhr
KARTEN: Symposium jeweils 8,00 € / 5,00 € (ermäßigt),
Gruppenticket ab 10 Personen: 4,00 € p.P.
Reservierungen vom 16. Januar bis 11. April 2017 per E-Mail an symposium17@academycologne.org
Konzert: 28,00 € im VVK, 30,00 € an der Abendkasse, jeweils inkl. VVK-Gebühren*
*Kartenpreis an unserer Theaterkasse im Foyer.
Ggf. abweichende Preise an externen Vorverkaufsstellen durch zusätzliche Gebühren.

Di, 18. April18:00 Uhr Erwachsene
, Show

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Ort

Volksbühne am Rudolfplatz
Aachener Str. 5
50764 Köln
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