Bridge Markland - räuber in the box

Bürgerhaus Stollwerck Bridge Markland

Bridge Markland macht aus Schillers Sturm und Drang Drama "Die Räuber" eine rasante Ein-Frau+Puppen-Voll-Playback-Show. Auflehnung, Neid, Liebe, Starrsinn, Heldenwahn und Verzweiflung sind der Stoff des Dramas. Schillers heftige Sprache verstärkt Markland mit über 150 Song-Einspielungen, Film-Musiken und -Zitaten. Das geht von Wagners Walkürenritt bis zu Lady Gagas "Pokerface", vom Morricone-Hit "Spiel mir das Lied vom Tod" bis zur Titelmusik der Daily Soap "Verbotene Liebe", Schillers Texte kommen aus dem Off, gesprochen vom bekannten Schauspieler Dieter Landuris, dem Berliner Chansonsänger Boris Steinberg und vielen anderen.

Der alte Graf von Moor vergöttert seinen hübschen Sohn Karl. Franz, der jüngere Sohn, sinnt auf Rache. Er will das Erbe an sich bringen: "Alles um mich her ausrotten, was mich einschränkt, dass ich nicht Herr bin." Rammstein röhrt dazu "Ich will jeden Herzschlag kontrollieren". Mit einem gefälschten Brief schwärzt er Karl beim Vater an. "It's Tragedy" ahnen die Bee Gees. Mit "Please Mr. Postman look and see if there is a letter for me" von den Carpenters wartet Karl in Leipzig auf Post vom Vater. Stattdessen kommt ein Brief des Bruders: "Du sollst hingehen, lässt dir der Vater sagen, wohin dich deine Schandthaten führen." Er solle sich "keine Hoffnung machen". Die Toten Hosen trösten: "Nur keine Panik, so schlimm wird es nicht! Mehr als deinen Kopf reißt man dir nicht weg!". Aus Verzweiflung gründet Karl eine Räuberbande. "Räuber und Mörder! - So wahr meine Seele lebt, ich bin euer Hauptmann!" ruft Karl und Peter Fox ergänzt: "Ich bin die Abrissbirne für die d-d-d-deutsche Szene." So nimmt das Drama seinen Lauf.

"In dieser Version von Schillers "Räuber" muss Karl von Moor erst einmal "die Welt retten". Und dazu checkt Tim Bendzko musikalisch noch schnell seine 148 Mails. Das, was Bridge Markland im Adolfinum auf die Bühne bringt, kann man fast nur als "abgefahren" bezeichnen. In ihrem Stück "Räuber in the Box" erzählt die in Berlin lebende Künstlerin das Sturm- und Drang-Drama um die Brüder Karl und Franz von Moor gleichzeitig als wildes Puppenspiel, Voll-Playback-Show, Pantomime, Schauspiel und als Parforce-Ritt durch die Musikgeschichte. ..."
Anja Katzke, Rheinische Post, 14.06.2013

Do, 16. März20:00 Uhr Erwachsene
, Performance

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Bürgerhaus Stollwerck
Dreikönigenstraße 23
50678 Köln
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