Oberon

Oper/ \Köln Oper Köln

Inhalt
Die zwischen mittelalterlichem Orient und Okzident angesiedelte Feenoper, die Carl Maria von Weber 1826 für Covent Garden komponierte, geht textlich auf den Aufklärer Christoph Martin Wieland zurück. Ausgehend von einem Konflikt zwischen dem Feenkönig Oberon und seiner Gemahlin Titania entspinnt sich eine höchst wechselvolle Geschichte, in der sich ein Liebespaar – der fränkische Ritter Hüon und die Kalifentochter Rezia – in seiner Liebe bewähren muss: Dabei hat es viele Gefahren zu bestehen, darunter Schiffbruch und Sklaverei, aber auch die Unwägbarkeiten einer Welt, in der verschiedene Kulturen aufeinander treffen. Zauberische Elemente und das Wirken des Kobolds Puck lassen die abenteuerlichen Geschehnisse, die sich zwischen dem Feenreich Oberons, dem Frankenreich Karls des Großen, dem Kalifat des Harun al Raschid in Bagdad und im Garten des Emirs von Tunis abspielen, als einen bunten Reigen, angesiedelt zwischen Ritterdrama und Tausendundeiner Nacht, aufscheinen.

Besondere Bedeutung – für Handlung wie Musik – kommt dabei dem Naturelement Ozean zu, der gleichermaßen Glücksverheißung wie Lebensgefahr symbolisiert und dem Komponisten die Möglichkeit zur Schaffung unterschiedlichster Atmosphären bietet. Besondere Bekanntheit erlangte in diesem Kontext die Ozean-Arie der Rezia.

Mit seinem »Freischütz« wurde Carl Maria von Weber zum Repräsentanten der deutschen Nationaloper. Neuerdings erfahren auch seine nachfolgenden romantischen Bühnenwerke, »Oberon« und »Euryanthe«, verstärkte Beachtung und ermöglichen einen differenzierteren Blick auf die Bedeutung dieses Früh-Vollendeten.


Inszenierung
Mit der Feenoper »Oberon« (1826) wurde am 18. Mai 1957 der Nachkriegs-Neubau der Kölner Oper am Offenbachplatz in Anwesenheit von Bundeskanzler Konrad Adenauer feierlich eröffnet, unter anderem mit der kurzfristig eingesprungenen jungen Starsopranistin Leonie Rysanek in der Rolle der Rezia. Die Herausstellung dieses fast nie gespielten Werks als große Eröffnungsoper erwies sich damals als Fehlgriff, die Produktion wurde zum veritablen Flop – insbesondere die szenische Komponente ließ Wünsche offen. Es darf als lohnende Herausforderung gelten, nun – exakt 60 Jahre später – in einer konzertanten Version die besondere musikalische Qualität dieser Oper herauszustellen.

Premiere: Sa, 11. März 2017

Sa, 11. März19:30 Uhr Erwachsene
, Oper

Weitere Termine

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Ort

Oper/ \Köln
Rheinparkweg 1
50679 Köln
Details

Besetzung

Musikalische Leitung Christoph Poppen
Chorleitung
Andrew Ollivant
Oberon, König der Elfen
Jeongki Cho
Rezia
Kristiane Kaiser
Fatime, deren Sklavin
Regina Richter
Hüon von Bordeaux
Brenden Gunnell
Scherasmin, sein Knappe
Wolfgang Stefan Schwaiger
Meermädchen
Maria Kublashvili / María Isabel Segarra
María Isabel Segarra / Maria Kublashvili
Erzähler
N. N.
Chor
Chor der Oper Köln
Orchester
Gürzenich-Orchester Köln

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