Terror von Ferdinand von Schirach

Theater der Keller Hausensemble

Was geschieht, wenn ein Passagierflugzeug von Terroristen entführt wird und auf ein ausverkauftes Fußballstadion zurast? Was geschieht, wenn der Terror unseren Alltag beherrscht? Welche juristischen, moralischen und philosophischen Mittel hat unsere Gesellschaft in solch einer Ausnahmesituation? Wer entscheidet auf welcher Grundlage über Leben und Tod? Darf Leben gegen Leben, gleich in welcher Zahl, abgewogen werden? Welche Gründe kann es geben, um ein Unheil durch ein anderes, vermeintlich kleineres Unheil abzuwehren??Die Zuschauer/innen stimmen in der Pause über das Urteil ab und bestimmen so den Ausgang des Falles und des Stücks.?Ferdinand von Schirach ist deutscher Strafverteidiger sowie Autor der beiden verfilmten Kurzgeschichten-Sammlungen »Verbrechen« (2009) und »Schuld« (2010). In seinem ersten bemerkenswerten Theaterstück »Terror« rüttelt von Schirach an nichts Geringerem als dem ersten Artikel des Grundgesetzes beziehungsweise stellt ihn dem Publikum zur Diskussion: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Die Zuschauer werden zu Schöffen, sie entscheiden über das Urteil. Verurteilung oder Freispruch. „Taugt die Justiz, wenn die Wahrheit zur Ansichtssache wird?“

Die Abstimmungsergebnisse der Zuschauer-Schöffen aller bundesweiten Aufführungen von »Terror« werden vom Verlag Gustav Kiepenheuer Bühnenvertrieb dokumentiert und sind online einsehbar unter www.kiepenheuer-medien.de/terror.

Premiere: 4. November 2016

Presseschau
„Terror“ in einer sehenswerten Inszenierung im Theater der Keller in Köln (…) Regisseur Heinz Simon Keller setzt dem Fernsehglamour Nüchternheit und Nachdenklichkeit entgegen. (…) zur Premiere im Theater der Keller entscheiden die Zuschauer mit 57 auf „schuldig“. Ob das nun an Kellers klarsichtigem Zugang lag, am aufgeklärtem Kölner Publikum, an der empathischen Staatsanwältin, oder am Lächeln des Kampfpiloten – das ist die eigentlich interessante Frage. Die Antwort findet man nur im Theater, der Besuch lohnt sich auf jeden Fall.“ Kölner Stadtanzeiger, 7.11.16

„Auch in Gänze leistet das Ensemble, vor minimalistischer Gerichtskulisse, gute Arbeit. Nicht nur deshalb, weil es ein immens packendes Stück ist. Die zugleich juristische und moralische Frage „Darf man ein kleineres Übel einem größeren vorziehen?“ wir von der Staatsanwältin (Susannne Seuffert) und Verteidiger (Hendrik Voigt) wie mit Degen ausgefochten. Hier geht es um mehr: Nach welchen Regeln wollen wir leben?“ Kölnische Rundschau, 7.11.16

„Keller verzichtet auf Großaufnahmen per Live-Video, um etwa die Emotionen auf den Gesichtern der Darsteller intensiver zeigen zu können. Sein Ensemble hat das nicht nötig, es zieht das Publikum auch so in seinen Bann.“ Koeln.Nachrichten, 8.11.16

Mi, 01. Februar20:00 Uhr Erwachsene
, Schauspiel

Weitere Termine

Sa | 08. Apr 2017 | 20:00
Di | 11. Apr 2017 | 20:00
Sa | 22. Apr 2017 | 20:00
Di | 25. Apr 2017 | 20:00
So | 30. Apr 2017 | 18:00

Ort

Theater der Keller
Kleingedankstr. 6
50677 Köln
Details

Stab

Regie: Heinz Simon Keller?
Bühne und Kostüme: Hedda Ladwig

Besetzung

Matthias Brüggenolte, Tatjana Poloczek, Susanne Seuffert, Holger Stolz, Josef Tratnik, Hendrik Vogt

Bilder

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